Mit der Datenstandleitung (DSL) online surfen
Um über DSL Alternativen sprechen zu können, muss man sich zunächst erstmal den DSL Ausbau in Deutschland anschauen. Bei DSL handelt es sich um eine schnelle Datenverbindung über die Telefonleitung. DSL heißt ja Digital Subscriber Line. Diese Abkürzung steht für Datenstandleitung. Die Telefon- und Internetprovider haben über Jahre ein recht gutes Netz an DSL Anschlüssen geschaffen. Dennoch gibt es auch heute noch Gegenden, an denen entweder kein DSL oder nur im geringen Maße DSL verfügbar ist. Es sind meist Gegenden, die über eine schwächere Infrastruktur verfügen. Es können aber auch größere Orte sein, die so abseits der Kabelwege liegen, dass die Verantwortlichen den DSL Ausbau als unwirtschaftlich betrachten. Doch es gibt einige sehr gute Alternativen, mit denen man DSL unabhängig ins Internet gehen kann. Bei allen Alternativen muss man aber zugrunde legen, dass sie auf anderen Grundlagen beruhen.
Ist liegt wohl in der Natur der Menschen, dass sie schon immer höher, schneller, weiter wollten. Dieser Triebfeder sind wohl viele technische Innovationen und Erfindungen zugrunde gelegt. Als DSL Mitte der 90er Jahre aus seiner Testphase herausging, gab es noch viele weiße Flecken auf der Karte unserer Republik. Millionen von Menschen hatten überhaupt noch nicht erfahren, was das Internet ist. Die die es wussten, haben mit Modems mit maximal 128kb/s im Internet gesurft. Bei diesem Modem handelte es sich um ISDN Verbindungen, die auch heute noch verfügbar sind, sie haben das normale Modem um ein Vierfaches überschritten, allerdings sind heute im DSL Zeitalter 128kb/s keine wirkliche Geschwindigkeit mehr. Jeder der diese Zeit noch mitbekommen hat weiß, wie lange schon allein das Öffnen komplizierter Seiten gedauert hat. Doch es gab auch damals schon neugierige Menschen, die nicht auf den DSL Ausbau warten wollten. Die wohl erste Alternative zu DSL war folglich die Internetverbindung via Satellit. Wie viele Telefonverbindungen ins Ausland, so hat man auch hier mit Spezialsatellitenantennen und Zusatzgeräten zum Satellitenreceiver eine Internetverbindung aufgebaut. Das sich dieses nicht durchsetzen konnte lag einfach daran, dass die Verbindung sehr wetterabhängig war, aber auch die benötigten Geräte waren sehr teuer. Lag zum Beispiel ein Gewitter in der Luft, war an eine Internetverbindung via Satellit überhaupt nicht zu denken. Auch im Winter bei starken Schneefällen war diese Internetverbindung alles andere als sinnvoll. So kam es, dass sich kaum mehr Menschen für diese DSL Alternative interessierten. Angelehnt an die Satellitentechnik kam man schnell zur nächsten Alternative.
Internet über das Fernsehkabel
Über Satelliten empfing man Fernseh- und Hörfunkprogramme. In den größeren Ballungsräumen gab es die ersten Kabelfernsehanbieter. Man fand schnell heraus, dass diese Verbindung mehr sein könnte. Das Kabel, im Wesentlichen nicht mehr so sehr wetterabhängig, bescherte den Menschen einen klaren Fernsehempfang. Schnell fand man heraus, dass man dieses Angebot weiter ausbauen konnte. Also begann man in einigen Gegenden, quasi als Pilotprojekt, auch Internet über das Fernsehkabel anzubieten. Und schon war die erste echte Alternative zu DSL geboren. Nicht mehr länger über die Telefonleitung wurden die Menschen mit dem Internet verbunden, sondern über das weitverzweigte Netz des Fernsehkabels. Auch hier waren Zusatzgeräte notwendig. Denn schließlich musste die Fernsehkabeltechnik auf die Computertechnik abgestimmt werden. Waren es anfangs noch große unförmige Kästen, die gebraucht wurden, um über das Fernsehkabel ins Internet gehen zu können, haben sich die Endgeräte nach und nach entwickelt. Wohl wegen der hohen Entwicklungskosten waren die ersten Internetverbindungen über das Fernsehkabel noch ziemlich teuer. Doch unsere Marktwirtschaft arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Angebote und Nachfrage regeln den Preis. Mit einem höheren Kundenaufkommen ging der Preis deutlich nach unten, sodass sich das Internet über das Fernsehkabel lohnte. Aber nicht in allen Gebieten der Republik lag auch Fernsehkabel. Die Randgebiete oder ländlichen Gegenden waren vom Fernsehkabel ebenso abgeschnitten, wie noch von der DSL Technik. Hier eine Alternative zu finden, war gar nicht so einfach.
Internet durch die elektrische Steckdose
Dann entdeckte ein findiger Kopf die elektrische Steckdose. Aber die war ja schon längst erfunden. Nicht so der Mehrnutzen einer elektrischen Steckdose. Jemand hat herausgefunden, dass sich die Stromleitungsnetze, die ja überall verfügbar sind, auch für das Internet eignen. Über eine Nichtstrom fördernde Leitung konnte man das Internet durch die Steckdose jagen. In vielen Gegenden unserer Republik wird auch heute noch diese Internetversorgung betrieben. Und das sind hohe Geschwindigkeiten, die hier durch das Stromkabelnetz möglich sind. Doch muss dem größten Teil der Menschen diese Technik suspekt sein. Denn auch diese Technik ist nicht flächendeckend angenommen worden. Warum das so ist, weiß wohl niemand so ganz genau. Dabei ist die Idee, Internet über die Stromsteckdose zu empfangen, gar nicht so übel.
Der Zugang zum Internet mit einem Surfstick
Die Menschen sind unerschöpflich in ihren Ideen, da verwundert es nicht, dass es auch weitere Alternativen zum DSL Anschluss gibt. Dem Ausbau des Handyinternetnetzes ist die folgende innovative Technik zugrunde gelegt. Immer mehr Menschen wollten oder mussten auch mobil mit dem Internet verbunden sein. In der Anfangszeit waren aber sowohl die Handys als auch die Handyverträge, noch nicht so auf den Bedarf der Menschen abgestimmt. Mit der Anforderung der Kunden, dass Internet mobil nutzen zu wollen, wurde auch eine neue DSL Alternative geboren. Diese Alternative heißt Internetsurfstick. Anders als geplant stellte sich schnell heraus, dass die Kunden die Surfsticks nicht nur für das mobile Internetsurfen haben wollten. Als die Mobilfunkanbieter diese Entwicklung erkannt haben, haben sie alles daran gesetzt, die Technik der Surfsticks zu verbessern. In der Zwischenzeit hat sich daraus ein gewaltiger Markt erschlossen und jüngst sind die Surfsticks zur echten Alternative zu DSL gewachsen. Doch der Leser wird es schon ahnen, dass Surfsticks nicht gleich Surfsticks sind. Es gibt gerade bei den Internetsticks viele verschiedene Anbieter, die auch unterschiedliche Technik anbieten. Logisch ist aber, dass die Mobilfunkanbieter bei der Technik der Internetsticks als DSL Alternative die Nase vorne haben. Die normalen Internetprovider, die ja auch DSL anbieten, sind aber auch schon auf den Zug der Internetsticks aufgesprungen. Innerhalb kürzester Zeit ist der Markt der Internetsticks so unüberschaubar geworden, dass die Kunden schon Vergleichsseiten nutzen, die über die verschiedensten Surfsticks informieren. Damit hat der Kunde die Übersicht, den für sich passenden Surfstick zu finden. Es gibt verschiedene Features der Surfsticks, die die Leistung beschreiben. Anhand dieser Anhalte können Interessenten die verschiedenen Surfsticks miteinander vergleichen. Schlagworte wie UMTS, EDGE, GPRS, HSDPA, HSUPA und schließlich HSPA+ sind die Techniken, mit denen die Surfsticks betrieben werden. Ganz gleich, welcher Anbieter den Internetstick anbietet, es steht immer ein Mobilfunknetz der großen Mobilfunkanbieter im Hintergrund. Grundsätzlich ist noch zu sagen, je günstiger die Surfgebühren sind, desto einfacher, aber auch langsamer ist die dahinterstehende Technik. Um eine einheitliche Leistung der Surfsticks bewerten zu können, zählen immer die Angaben für Download- und Uploadgeschwindigkeit. Einige der Surfsticks, die angeboten werden, werden direkt mit dem DSL verglichen. Doch lassen sich nicht alle angebotenen Internetsticks mit einer DSL Geschwindigkeit messen. Die einfachsten Techniken mit den niedrigsten Download- und Uploadgeschwindigkeiten sind die GPRA-Sticks und die EDGE-Sticks. UMTS ist bei allen Mobilfunkanbietern schon realisiert, sie werden mit DSL Light verglichen. Auch die Technik des HSUPA ist schon teilweise realisiert. Hier geht es schon um Geschwindigkeiten, die eine 6000kb/s DSL Leitung bringen würde. HSDPA hingegen befindet sich derzeit im Aufbau. Doch Zukunftsmusik wird auch schon gespielt. Mit HSPA+ soll die Hochgeschwindigkeit auch bei den Surfsticks erreicht werden. Wenn es um die Zukunft geht, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in den nächsten Jahren das Opal Glasfaserkabel kommen soll.
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Ein Kommentar
[...] Fortsetzung des ersten Artikels. [...]